Das geheime (oder verlorengegangene) Wissen der Menschheit
 



Das geheime (oder verlorengegangene) Wissen der Menschheit
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback


http://myblog.de/geheimeswissen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
DSDS don'ts - Dinge, die man besser NICHT macht!

21.02.2015 - Heute war DSDS wirklich voll Kacke. Das kommt davon, weil die Jury einen schlechten Job gemacht hat. Ich habe mal ein paar Dinge zusammengeschrieben, die man besser NIE MACHEN sollte (sogenannte DON'Ts), weil sie die Gefahr, rauszufliegen, deutlich erhöhen.

1. Demo-CDs verteilen
Verteile niemals (nie und nimmer!) Demo-CDs, bevor du gesungen hast! Wie man gesehen hat, beginnen die Juroren sofort, das Inlay durchzusehen und machen irgendwelche Bemerkungen darüber. Und schwupps! Schon hat Dieter Bohlen einen Song gefunden, den er hören möchte - doch das war leider nicht der Song, den die Kandidatin vortragen möchte. Und schon hatte sie es sich vermasselt. Ferner ist nicht damit zu rechnen, dass die Juroren die CD jemals anhören. Die wird in eine Ecke geworfen oder "vergessen" - schade um das Geld, das die Demo-CD gekostet hat.

2. Gib keine Kostproben deines zusätzlichen Könnens ab, bevor du bewertet worden bist
Ein Kandidat wurde aufgefordert, sein "heavy-metal Gröhlen" zu zeigen, bevor seine Leistung bewertet wurde. Das Ergebnis war, dass die Jury so gebaffelt war, dass sie sich gar nicht mehr an seinen Vortrag erinnern konnte, den sie eigentlich bewerten sollte. Nur mit Müh und Not erreichte der Bewerber den Recall. Das wäre deutlich anders ausgefallen, wenn er sich das "Zusatzkönnen" für später aufgespart hätte. Die Bemerkung: "Damit habe ich mich hier nicht beworben, sondern mit meinem ersten Lied", wäre angebracht gewesen. Aber man ist im ersten Moment so geflasht, dass einem so etwas nicht einfällt. Also: Andersartige und zusätzliche Dinge erst vorführen, wenn die eigentliche Arbeit, die man bewertet haben möchte, bewertet wurde. Eine kleine Anmerkung reicht da schon, wie z. B.: "Das zeige ich euch nacher. Erst interessiert mich, was ihr zu dem Song sagt."

3. Benutze keinen Kopfhörer
Die Benutzung von Kopfhörer verfälscht die Außenwahrnehmung! Du kannst nicht beurteilen, wie dein Gesang auf Außenstehende wirkt. Sing daher lieber zum Playback oder acapella, d. h. ohne Begleitung, bevor du einen Kopfhörer benutzt.

4. Lerne die Fachbegriffe
Immer wieder sagen die Kandidaten, sie kennen keine Noten oder wissen nicht, was eine Tonart sei. So etwas ist für jemanden, der künftig seine Brötchem mit Gesang verdienen möchte, ein Unding. Du musst dein Metier beherrschen. Kauf dir meinetwegen ein Musiklexikon, z. B. von Schneider, und schmökere jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Viertelstunde darin. Innerhalb eines Schuljahrs wirst du so sehr viel theoretisches Wissen über Musik erlangen, was deiner Karriere gut tun wird. Und du hast dann eine Ahnung, worüber die Profis sprechen.

5. Tretet allein vor die Jury
Zu zweit hineingehen mag zwar für die Nerven schonender sein, bringt letztendlich aber nichts. Jeder wird einzeln bewertet, Duos werden ohnehin nicht als Duo weitergelassen. Wenn du eine Freundin/einen Freund hast, und ihr beide am Casting teilnehmen wollt, dann bereitet euch beide unabhängig voneinander vor und tretet jeder für sich vor die Jury. So bekommt ihr die ungeteilte Aufmerksamkeit und die direkt auf euch zugeschnittene Meinung und ggf. Tipps der Jury - und damit könnt ihr arbeiten. Oder euch freuen, wenn ihr weiter kommt.

6. Animiert nicht die Jury
Die Jury hat genau festgelegte Aufgaben. Sie muss das Können der Kandidaten bewerten und machen sich während des Vortrags Gedanken darüber, bewerten, vergleichen. Was hierbei nicht hilft, ist, wenn die Jury "zum mitmachen anmiert" wird. Klatschen, Schunkeln usw. werden euch nicht helfen, den Recall-Zettel zu erhalten. Legt lieber all eure Energie in euren Gesang und eure Bewegungen, anstatt die Jury animieren zu wollen. Die Jury ist nicht euer Publikum, sondern diejenigen, die euch bewerten. Die Jury eben. Deswegen auf Animation verzichten und lieber einen geilen Song hinlegen.

7. Singt aus voller Kehle, mit voller Überzeugung
Selbstvertrauen ist alles. Kein Piepsen, kein Wimmern. Singt aus voller Kehle, dort wo die lauten Töne hingehören. Wenn ihr an irgendeiner Stelle unsicher seid, dann merkt die Jury das - und auch alle Zuschauer! Ihr müsst also eure Titel sehr gut kennen. Habt ihr den Song zehn Mal angehört? Das ist viel zu wenig! Hundert Mal, zweihundert Mal, dreihundert Mal - und noch viel mehr. Das ist die richtige Vorbereitung auf ein Gesangscasting. Zu viel, meinst du? Nun, anderen ist es nicht zu viel. Andere bereiten sich so vor. Und sie liefern ab. Fehlerlos. Also: Was willst du? Wenn du hoch hinauf willst, musst du auch den dazugehörigen Unterbau liefern - und das beginnt lange bevor du vor die Jury trittst.

Vielleicht liefere ich bald mal weitere Tipps für Castingteilnehmer und "aspiring Superstars" ;-)

21.2.15 22:50


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung